Hier gibt es ein Rezept für ein Deutschland-Kuchen! :-)
Dieses Rezept habe ich mir kurz vor Beginn der WM 2026 ausgedacht, und dann ausprobiert. Der erste Versuch war nicht ganz so, wie ich es haben wollte. Also musste ich danach einen zweiter Versuch starten. Und damit war das Ergebnis ganz ok.
Doch warum heisst dieses Rezept "Deutschland-Kuchen"?. Naja, ganz einfach: Weil es sich hier um ein 3-Schichten-Kuchen handelt, mit den Farben Schwarz, Rot und Gelb (Gold).
Ein Kuchen in den Farben unser Landesflagge. Das ist doch auch mal eine gute Idee, oder?
Da ja die meisten Teige eh gelb sind, musste ich mir nur zwei Ideen für die anderen Farben ausdenken- was jetzt auch nicht so schwer war. Für ein glutenfreien Teig, ohne Ei und Butter, nimmt man einfach etwas mehr Maismehl - und schon hat man die gelbe Farbe.
Die Idee bei diesen Rezept war also, alle 3 Schichten mit "natürlichen Farben" zu backen. Denn theoretisch hätte natürlich einfach die Teige mit Lebensmittelfarben färben können - so wie es viele andere Leute bei ihren Rezepten gemacht haben Ja, und damit habe ich festgestellt, dass ich nicht der erste bin, der diese Idee hatte. Aber vielleicht bin einer der wenigen, die dafür keine Lebensmittelfarben verwendet haben! Ja, auch wenn die Farben - wie man bei den verlinkten Rezepten sehen kann - mit den Lebensmittelfarben richtig schön kräftig leuchtend sind und auch wirklich so aussehen wie die Flagge aussieht, wollte ich trotzdem keine Lebensmittelfarben verwenden. Ich wollte versuchen ohne den Einsatz von Chemiefarben trotzdem ein einigermaßen gutes Ergebnis zu erzielen.-Zumal ich auch wollte, dass die Schichten unterschiedlich sind. Es sollte also kein reiner Teig-Kuchen sein, sondern auch andere Zutaten, z.B. Früchte, sollten mit dabei sein. Und damit hatte ich auch schon die Idee für die rote Schicht.
Ich habe rote Johannisbeeren, püriert, etwas Mehl mit hinein gegeben und fertig war die rote Schicht. Wobei, ganz so einfach war es hier dann auch wieder nicht. Denn bei dem ersten Versuch hatte ich für die rote Schicht diese dunkelroten Kirschen verwendet. Und da dachte ich, dass dürfte wohl gut rot werden. Ja, von wegen! Nach dem Backen sah die rote Schicht eher bräunlich statt rot aus. Tja, und dass konnte ich so nicht lassen. Das sah überhaupt nicht so aus, wie es aussehen müsste. Also habe ich beim zweiten Versuch rote Johannisbeeren in den Teig getan. Und siehe da, das Ergebnis war schon besser. Allerdings erhält man nach dem Backen eine eher rosane statt richtige rot Schicht, aber... egal. Man kann es so gerade noch durchgehen lassen. :-) Mal schauen.. vielleicht probiere ich irgendwann mal eine andere Beerenmischung aus, oder so.
Gut, und wie geht die schwarze Schicht?. Na, wie wohl? Mit Mohn! Ganz einfach. :-) Und das geht sogar recht gut. Allerdings wird bei mir diese schwarze Schicht nicht ganz tief schwarz, aber schwarz genug ist es trotzdem. Denn man muss wissen, dass Mohnsamen -aufgrund ihres hohen Fettgehalts - schon sehr kalorienreich sind. Das ist - glaube ich - so manchen Leuten da draußen nicht so bewusst. Wenn man manchmal Mohnkuchen-Rezepte sieht, und dann anschaut was für Mengen an Mohn sie dabei nehmen, ...joa, dann muss man sich nicht wundern, das gerade die Mohnkuchen immer so schwer zu essen sind. Oder? Kennen Sie das nicht auch? Diesen typischen Mohnkuchen - mit Rosinen drin, oftmals sogar noch mit Grieß dabei - den man einfach nicht gegessen bekommt? Sie essen ein Stück und können danach nicht mehr. Kein Wunder. Der Kuchen enthält extrem viel Fett wegen dem Mohn und der Butterr, und oftmals kommt noch Grieß mit dabei (welcher auch sehr schwer im Magen liegen kann), und dann noch die hohen Zuckermengen, plus die Rosinen dabei. Jao, das so ein Kuchen extrem mächtig ist, dürfte klar sein, oder? :-)
Naja, jedenfalls verwende ich daher etwas weniger Mohn. Außerdem brauche ich den Mohn ja nur für 1 kleine Schicht - und nicht für den ganzen Kuchen. Insofern muss ich auch nicht so viel nehmen. Tatsächlich habe ich die Mohnmenge fast genauso angepasst wie die Menge, die in einem Beutel mit Fertig-Back-Mohn drin sind. Denn 1 Beutel von den fertigen Backmohn enthält ja nur 33 Prozent Blaumohn-Samen. Der Rest ist Zucker, Stärke und Verdickungsmittel. Ich aber benutzt hier richtige und ganze Mohnsamen, die ich dann selber mahle und dann die Mohnmischung ebenfalls selbst herstelle. Es ist also ein himmelsweiter Unterschied ob Sie 100 g Fertig-Back-Mohn verwenden, oder 100 g Mohnsamen. Naja, gut, das nur so nebenbei. Jedenfalls habe ich mit dieser Anleitung einen 3 - Schichten - Kuchen gebacken bekommen, wie ich ihn haben wollte. Die Farben sind ganz natürlich und jede Schicht ist anders. Ein normaler Teig, eine Frucht-Teig-Schicht, und eine Mohn-Schicht. Ist doch super, oder? :-)
Schade nur, dass Deutschland bei der WM so.. naja...derbe übel abgeschnitten hat. Da half dann auch der Beste Deutschland-Kuchen nicht mehr weiter. Naja, trotzdem aber schmeckt der Kuchen sehr gut und man kann ihn ja auch außerhalb von WM oder EM backen und essen.
Ok, das einzige was ich festgestellt habe, ist, das ich den Kuchen vielleicht doch ein klein wenig süßer hätte machen können. Ich bin hier doch sehr sparsam gewesen was das angeht. Insofern können Sie das Rezept etwas anpassen. Aber darauf gehe ich in der Rezept-Beschreibung noch einmal drauf ein.
Also denn..
..WM hin oder her. Wir sind hier in Deutschland - also darf auch der entsprechende Kuchen nicht fehlen. :-)
Viel Spass mit diesen Rezept!
Für die Teige:
Die 1. Schicht - Gelb:
..........................
40 g Kokosmehl
100 g Hirseflocken, gemahlen
80 g Maismehl
1 tL Backpulver
25 g Zucker/Xylit
6 g Flohsamenschalen
420 ml Wasser
Die 2. Schicht - Rot:
..........................
40 g Kokosmehl
50 g Reismehl
25 g Haferflocken, gemahlen
25 g Xylit
ca. 225 g lose rote Johannisbeeren
5 g Flohsamenschalen
250 ml Wasser
Die 3. Schicht - Schwarz:
..........................
80 g ganze Mohsamen, gemahlen
350 ml Wasser
15 g Kokosblütenzucker
35 g Stärke
25 g Reismehl
10 g Kokosmehl
1/2 TL Xanthan oder 1/2 EL Flohsamenschalen
Zubereitung:
..........................
Also denn, beginnen wir mit der ersten Schicht!
Geben einfach alle trockenen Zutaten in einer Schüssel.
Wenn Sie wollen, können Sie die Menge des Zuckers etwas erhöhen. Ich sagte ja in meiner Einleitung das der Kuchen etwas mehr Süße vertragen hätte können. Sie können also hier statt nur 25 g Xylit oder Zucker vielleicht 35 g oder 40 g verwenden. Das gilt auch für die rote Schicht. Insofern würde ich die höhere Menge an Zucker auf diese beiden Schichten aufteilen - deswegen eben nur der geringe Unterschied, den ich hier angegeben habe. Aber darauf komme ich bei der roten Schicht noch einmal zurück.
Anschließend verrühren Sie alles miteinander.
Dann geben Sie das Wasser hinzu und rühren alles noch einmal gut durch. Jetzt müssen Sie den Teig ein paar Minuten stehen lassen, damit alle Zutaten gut aufquellen können. In der Zwischenzeit können Sie die 26er Springform mit Backpapier auskleiden und die Ränder mit etwas Kokosöl oder veganer Margarine (z.B. Alsan) einfetten.
Nun kann der Teig gleichmäßig in die Springform gegeben werden. Streichen Sie den Teig von oben richtig glatt.
Joa, und das war es schon für die erste Schicht.
..........................
Weiter geht es mit der zweiten Schicht.
Auch hier geben Sie einfach alle trockenen Zutaten in einer Schüssel. Und auch hier können Sie ein klein wenig mehr Zucker oder Xylit verwenden - z.B. auch 35 oder 40 g statt nur 25. Anschließend verrühren Sie alles miteinander.
So, und jetzt benötigen Sie die rote Johannisbeeren. In meiner Zutatenliste habe ich 225 g lose Johannisbeeren angegeben. Damit meine ich die Menge, die Sie dann haben, wenn Sie die Beeren von den Stielen vollständig befreit haben.
Also so:
Diese Beeren kommen nun zusammen mit dem Wasser in einem Mixer. Dann pürieren Sie alles kräftig miteinander und geben diesen Smoothie zu den trockenen Zutaten. Auch hier gilt: Alles zusammen gut miteinander vermischen!
Lassen Sie den Teig ein paar Minuten stehen, damit die Zutaten etwas aufquellen können.
Dann können Sie diesen roso-roten Teig oben auf die gelbe Schicht geben. Mit einem Spaten streichen Sie dann alles gleichmäßig glatt.
So sollte es dann aussehen:
..........................
So, und jetzt kommt die letzte Schicht - die Mohn-Schicht.
Wie auch schon in meiner Einleitung gesagt, verwende ich hier ganze Mohnsamen, die ich dann selber mahle. Wenn Sie es genauso machen, dann folgen Sie einfach diesen Anweisungen. haben Sie aber nur fertiges Backmohn zu hause, dann können Sie die ganze Packung nehmen. Denn in einer 250 g- Packung sind nur 33 Prozent Mohn drin. Das sind dann ebenfalls ca. 80 g Mohn. Die Stärke und der Zucker ist auch darin mit enthalten. Im Prinzip könnten Sie dieses fertig Back-Mohn auch verwenden. Ich selber habe es zar noch nicht ausprobiert, aber ich werde gleich meine Idee dazu geben wie ich es machen würde.
Kommen wir erst einmal zu meiner Variante.
Mahlen Sie den Mohn so fein wie es geht. Geben Sie dann den Kokosblütenzucker (sorgt für noch etwas mehr Dunkelheit) - oder Karamellzucker . hinzu. Dann auch die anderen Zutaten, wie die Stärke, Reismehl, Kokosmehl und Xanthan oder Flohsamenschalen.
Rühren Sie dann alles richtig gut zusammen - am besten mit einem Schneebesen. Damit haben Sie ihr eigenes Back-Mohn hergestellt - nach meiner Art.
Geben Sie nun das Wasser hinzu und rühren mit den Schneebesen wieder kräftig durch.
Das alles wird in einem Topf gegeben. Schalten Sie den Herd an auf mittlere Stufe und kochen Sie das Ganze einmal etwas auf. Zwischendurch immer wieder umrühren.
Der Mohn muss nämlich vor den Backen einmal heiss gemacht werden - zusammen mit den anderen Zutaten, damit wieder eine Pudding-ähnliche Konsistenz haben und der Mohn auch vorbereitet ist. Denn erst nach dem Backen wird er dann so richtig dunkel und fest.
Doch was wenn Sie jetzt fertig Back-Mohn haben? Nun dann würde ich die ganze Tüte ebenfalls mit 350 ml Wasser vermischen. Dann geben Sie ebenfalls noch die 10 g Kokosmehl hinzu (als veganen "Ersatz" für den Quark). Vielleicht könnte man noch darüber nachdenken etwas von dem Reismehl dazu zu geben, so um die 15g, oder so? Außerdem könnte man vielleicht noch den Xanthan oder die Flohsamenschalen hinzu geben. Auch das kochen Sie dann zusammen auf. Wobei ich mir nicht so sicher bin, ob es wirklich nötig ist? Auch bei meiner Variante? Warum, darauf werde ich später noch einmal eingehen. Vielleicht versuche ich es beim nächsten Mal ohne Verdickungsmittel.
Wenn die Mohnmischung kurz gekocht hat und angedickt ist, dann schalten Sie den Herd aus. Lassen Sie nun alles ein wenig abkühlen, bevor sie weiter machen. Dann können Sie diesen Mohn-Brei oben auf der roten Schicht geben und gut verteilen.
So sollte das dann aussehen:
Und nun kann der Kuchen in den Ofen geschoben werden. Dort wird er bei 180 Grad Umlauf für 45 min. gebacken.
Lassen Sie den Kuchen nach dem Backen erst einige Zeit auskühlen, bevor Sie die Form abnehmen.
Was bei mir etwas komisch geworden ist, ist die Tatsache das sich die Mohn-Schicht etwas hoch gewölbt hat. Das könnte vielleicht an dem Verdickungsmittel liegen. Also insofern, dass das Xanthan die obere Schicht abgeschlossen hat, sodass die warme Luft nicht raus konnte. Vielleicht hätte ich das Xanthan doch weglassen sollen, denn eigentlich habe ich genug Stärke mit in den Mohn-Brei hinein getan. Obwohl bei den fertigen Back-Mohn auch Verdickungsmittel drin ist. Ok, hierbei handelt es sich um Pektine. Naja, vielleicht war es bei mir etwas zu viel Xanthan... oder das Verhältnis zwischen Stärke und Xanthan zu viel. Oder ich sollte ein anderes Verdickungsmittel nehmen. Naja.. ich glaube aber, beim nächsten Mal lasse ich das Verdickungsmitel einfach ganz weg. Vielleicht wird es dann besser. Wenn ja, dann mache ich hier ein Update.
Joa, so sieht der Kuchen aus der Entfernung aus.
Nährwerte
Ich mache es einfach mal kurz und schreibe direkt die Gesamt-Kalorien hier hin, wenn man den Kuchen so backt wie hier angegeben.
Dann sind es: 2072 kcal
Pro Stück haben wir dann: ca. 172 kcal
4 Stücke sind dann: ca. 650 kcal
Ja, gut. Auch wenn das Rot nicht ganz so dolle geworden ist, die Mohn-Schicht noch leicht verbessert werden kann und der Kuchen insgesamt etwas mehr Süße vertragen könnte, ist es aber insgesamt ein guter Kuchen geworden, der trotzdem schmeckt! Sobald ich hier was geändert habe, mache ich ein Update. Jo, bis dahin, guten Hunger dann! :-)
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